Description
“Der Tatsache, d~ jede Transfusion fremden Blutes naturgemaE eine ,Fehltransfusion’ sein muE, wird im allgemeinen zu wenig Bedeutung beigemessen”. Dieser Satz eines namhaften deutschen Trasfusionsme diziners verlangt es, von uns ernst genommen zu werden, denn in der Tat kann trotz Beachtung der ABO-Blutgruppen, der Rhesusgruppen und eventueller Untergruppen das Blut eines Spenders mit dem des Empfangers nahezu nie absolut identisch sein. Dies ist einer der Beweg grtinde, die in der jilngeren Vergangenheit zu einer gewissen Renaissance der intraoperativen Autotransfusion gefiihrt haben. Dariiber hinaus gilt als sicher, d~ durch Blutgaben tibertragbare Infektionskrankheiten wie Transfussionshepatitis, Zytomegalie- und Epstein-Barr-Virus-Erkran kungen sowie die derzeit viel diskutierte Erkrankung AIDS durch Auf arbeitung und Retransfusion des korpereigenen Blutes wenn nicht ganzlich verrnieden, so doch zumindest vermindert werden konnen. Die praoperative Blutentnahme, evtl. in Verbindung mit Tiefkiihl konservierung von Frischplasma und/oder Erythrozyten, die isovolii mische Hamodilution, aber auch erganzende Verfahren, wie z. B. kilnst liche Hypotension sind geeignet, den intraoperativen Fremdblutbedarf zu reduzieren. Solange der Einsatz kilnstlicher sauerstofftransportieren der Losungen noch den Forschern und nicht den Klinikern vorbehal ten bleibt, kann die intraoperative Autotran~fusion als ein sinnvolles alternatives oder erganzendes Verfahren der Fremdbluteinsparung an gesehen werden. 1 Einleitung.- 2 Konkurrierende Verfahren zur intraoperativen Autotransfusion.- 2.1 Fremdbluttransfusion.- 2.2 Knstliche, sauerstofftransportierende Lsungen.- 2.2.1 Stromafreie Hmoglobinlsungen.- 2.2.2 Fluorokarbone.- 2.3 Nichtintraoperative Autotransfusionsverfahren.- 2.3.1 Properative Entnahme von Eigenblut.- 2.3.2 Isovolmische Hmodilution.- 2.4 Kontrollierte Hypotension.- 3 Historischer berblick ber die intraoperative Autotransfusion.- 3.1 Autotransfusion mit einfachen Hilfsmitteln.- 3.2 Maschinelle intraoperative Autotransfusion.- 3.2.1 Systeme ohne Aufarbeitung des gewonnenen Materials.- 3.2.2 Systeme mit Zellseparation und Waschvorgang.- 4 Tierexperimentelle Untersuchungen zur Qualitt autologer Erythrozyten.- 4.1 berlebenszeit der Erythrozyten nach intraoperativer Autotransfusion.- 4.1.1 Material und Methodik.- 4.1.2 Ergebnisse.- 4.2 O2-Transportkapazitt autologer Erythrozyten whrend und nach intraoperativer Autotransfusion.- 4.2.1 Material und Methodik.- 4.2.2 Ergebnisse.- 5 Klinische Untersuchungen zur Anwendung der intraoperativen Autotransfusion in der operativen Medizin.- 5.1 Untersuchungen zur Morphologie autologer Erythrozyten.- 5.1.1 Material und Methodik.- 5.1.2 Ergebnisse.- 5.2 Beseitigung des Antikoagulans aus dem gewonnenen Eigenblut.- 5.2.1 Material und Methodik.- 5.2.2 Ergebnisse.- 5.3 Blutchemische Untersuchungen whrend der Aufbereitung autologer Erythrozytenkonzentrate.- 5.3.1 Material und Methodik.- 5.3.2 Ergebnisse.- 6 Klinische Untersuchungen: Spezielle Fragestellungen zur Anwendung der intraoperativen Autotransfusion bei orthopdischen Operationen.- 6.1 Operationen in infiziertem Gebiet.- 6.1.1 Material und Methodik.- 6.1.2 Ergebnisse.- 6.2 Elimination antibiotikahaltiger Spllsung aus dem gewonnenen Eigenblut.- 6.2.1 Material und Methodik.- 6.2.2 Ergebnisse.- 6.3 Effektivitt der intraoperativen Autotransfusion bei orthopdischen Operationen.- 6.3.1 Material und Methodik.- 6.3.2 Ergebnisse.- 7 Diskussion.- 7.1 Qualitt von gewaschenen, autologen Erythrozytenkonzentraten.- 7.1.1 Verhalten der autologen Erythrozyten.- 7.1.2 Verhalten des Lsungsmediums.- 7.2 Effektivitt der Aufarbeitung gewaschener, autologer Erythrozytenkonzentrate.- 7.2.1 Intraoperative Bilanzierung.- 7.2.2 Intra-und postoperative Bilanzierung.- 7.3 Anstze zur Verbesserung des Autotransfusionssystems.- 7.3.1 Optimierung des Aufsaugvorgangs und der Antikoagulation.- 7.3.2 Direkte Retransfusion ohne Aufarbeitung.- 7.3.3 Verkrzung der Aufarbeitungszeit.- 8 Schlufolgerungen und Zusammenfassung.- 9 Literatur.- 10 Sachverzeichnis.




