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Wie einzigartig ist der Mensch?: Die lange Evolution der Gehirne und des Geistes

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Wie einzigartig ist der Mensch?: Die lange Evolution der Gehirne und des Geistes, Jerry J. Buccafusco, 9783827421470

Description

Eine tour de force durch die Lebensgeschichte des Geistes mit einer herausragend gelungenen Kombination aus Tiefe und Breite. Prof. Onur Gntrkn, Kognitionswissenschaftler, Ruhr-Universitt Bochum Das Buch ist anspruchsvoll, vielseitig, auf dem Stand der modernsten Forschung und liest sich wunderbar frisch. Den Lesern werden Einblicke in unser eigenes Werden und Sein vermittelt, die sie in dieser kompetenten Form nirgends besser finden knnen. Prof. Volker Storch, Zoologe, Universitt Heidelberg Mit der berzeugenden Begrndung, dass “Geist und Bewusstsein natrlichen Ursprungs … und ohne unerklrliche Sprnge entstanden sind”, verankert Gerhard Roth den ganzen Menschen fest in Biologie und Evolution. Diese unausweichliche Schlussfolgerung wird heftige Diskussionen zum Selbstverstndnis des Menschen auslsen. Prof. Josef H. Reichholf, Evolutionsbiologe, Zoologische Staatssammlung Mnchen Was ist Intelligenz? Wo beginnt sie? Schon beim Einzeller? Erst bei den Wirbeltieren? Wie muss ein Gehirn beschaffen sein, das hhere kognitive Leistungen hervorbringt? Wie sind in der Evolution Geist und Bewusstsein entstanden? Ist der Mensch einzigartig? Worin genau unterscheidet sich unsere Art von anderen intelligenten Tieren? Fragen wie diese treiben Hirnforscher und Psychologen, Evolutionsbiologen und Philosophen heute um. Sie erfordern eine Auseinandersetzung mit einer Flle von Erkenntnissen aus verschiedenen Disziplinen – und sie rhren an unser Selbstbild. Dieses Buch versucht Antworten zu geben, und Gerhard Roth gelingt mit ihm ein groer Wurf. Er entfaltet ein breites Panorama von der Evolution der Nervensysteme und der vielfach verzweigten Entwicklung kognitiver Leistungen im Tierreich – vom Einzeller bis zum Homo sapiens. Selten zuvor sind die Bedingungen, unter denen sich in der Geschichte des Lebens Intelligenz, Geist und Bewusstsein entwickelt haben, so umfassend und genau fr ein breites Publikum dargestellt worden. _____ Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen, Intelligenz, Geist und Bewusstsein haben sich, wie dieses Buch zeigt, im Laufe der Evolution allmhlich entwickelt – in deutlicher Parallelitt und gegenseitiger Bedingtheit. Dabei sind im Tierreich mehrfach unabhngig voneinander hohe Entwicklungsstufen von Intelligenz erreicht worden, etwa bei Bienen und Kraken, bei Rabenvgeln und Papageien, bei Walen und Delfinen, bei Elefanten und Menschenaffen. Diese Erkenntnis ist nicht grundstzlich neu, aber in den letzten Jahren sind aus der Kognitionsforschung an Tieren und am Menschen sowie der Hirnforschung hierzu viele neue empirische Einsichten erwachsen. Die Idee einer Ko-Evolution von Sinnesorganen, Nervensystemen und Gehirnen einerseits und des Wahrnehmungs- und Erkenntnisvermgens – sowie schlielich des Entstehens von Geist-Bewusstsein – andererseits ist damit erst plausibel geworden. Aber wie kann man kognitive Leistung und Intelligenz bei Tieren berhaupt untersuchen und mit denen des Menschen vergleichen? Und welches sind die hirnanatomischen und hirnphysiologischen Bedingungen fr das Auftreten von Intelligenz, Geist und Bewusstsein? An solchen Fragen ist auch die “Knstliche-Intelligenz- Forschung” in hohem Mae interessiert. Unterscheiden sich Intelligenz, Geist, Bewusstsein und Psyche des Menschen nur quantitativ von denen der anderen Tiere? Oder gibt es hier doch irgendwelche “Einzigartigkeiten”? Die Antwort darauf berhrt nicht zuletzt die Frage nach der Stellung des Menschen in der Natur. Die neuen evolutions- und verhaltensbiologischen sowie neurowissenschaftlichen Einsichten bilden auch die Grundlage fr eine Auseinandersetzung mit der zeitgenssischen “Philosophie des Geistes” und der modernen Erkenntnistheorie. Das vorliegende Buch konkretisiert im Zusammenhang mit dem Geist-Gehirn- Problem die Position eines “nichtreduktionistischen Physikalismus” und eines “neurobiologischen Konstruktivismus”. Gerhard Roth, Neurowissenschaftler und Philosoph, spricht in seinem Werk eine groe Bandbreite von Fragestellungen an. Das anspruchsvolle, aber allgemeinverstndlich geschriebene Buch liegt an der dynamischen Schnittstelle von Hirnforschung, Evolutionsbiologie, Psychologie, Kognitionswissenschaften und Philosophie. Gerhard Roth zhlt zu den bekanntesten Hirnforschern Deutschlands. Er hat in Philosophie und Zoologie promoviert und lehrt seit 1976 als Professor fr Verhaltensphysiologie an der Universitt in Bremen. Von 1989 bis 2008 leitete er dort das von ihm gegrndete Institut fr Hirnforschung. Von 1997 bis 2008 war er Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 2003 Prsident der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seine Forschungsschwerpunkte sind neurobiologische Grundlagen der kognitiven und emotionalen Verhaltenssteuerung bei Wirbeltieren, neurobiologische Grundlagen psychischer Zustnde und Erkrankungen, theoretische Neurobiologie und Neurophilosophie. Er hat neben zahlreichen Fachartikeln und -bchern auch eine ganze Reihe erfolgreicher Sachbcher verffentlicht, darunter Das Gehirn und seine Wirklichkeit sowie Fhlen, Denken, Handeln, und ist regelmig Gast in Fernseh- und Rundfunksendungen. Vorwort. Einleitung: Sind Gehirn und Geist eine Einheit? 1. Geist, Lernen und Intelligenz Formen des Lernens. Gedchtnisformen. Intelligenz und Verhaltensflexibilitt. Bewusstsein. Gehirn-Geist-Theorien. 2. Was ist Evolution? Die Rekonstruktion der Stammesgeschichte und der Evolution. Fragen der Merkmalsbewertung. 3. Der Geist beginnt mit dem Leben Was ist Leben? Ordnung, Selbstherstellung und Selbsterhaltung. Leben, Energiegewinnung und Energiestoffwechsel. Die Entstehung des ersten Lebens. 4. Die Sprache der Neuronen Sensoren und Information. Der Aufbau der Nervenzelle. Die Grundlagen der neuronalen Erregung und Erregungsverarbeitung: – Die Struktur und Funktion der Ionenkanle und ihre Evolution. – Die Arbeitsweise der Ionenkanle. – Das Entstehen des Aktionspotenzials. Neurotransmitter und Neuromodulatoren. Prinzipien der neuronalen Erregungsverarbeitung. 5. Einzeller – Komplexes Verhalten ohne Nervensystem Bakterien und Archaeen. Protozoen. 6. Die “Wirbellosen” und ihre Nervensysteme Schwmme. Hohltiere. Bilateria: – Acoelomorpha.- Coelomaten. – Ecdysozoa 7. Kognitive Leistungen und Intelligenz bei Wirbellosen Lernen, kognitive Leistungen und Intelligenz bei Insekten. Lernen, kognitive Leistungen und Intelligenz bei Cephalopoden. 8. Der Weg zu den Wirbeltieren Stachelhuter. Hemichordaten. Chordatiere – Craniaten – Wirbeltiere. 9. Das Wirbeltiergehirn und seine Herkunft Der Grundaufbau des Wirbeltiergehirns. Medulla oblongata. Kleinhirn. Mittelhirn. Zwischenhirn: – Das Zwischenhirn der Knorpel- und Knochenfische. – Das Zwischenhirn von Amphibien und Sauropsiden. – Das Zwischenhirn der Suger. Endhirn: – Das Endhirn der “Fische” und der Amphibien. – Das Endhirn der Sauropsiden. – Das Endhirn der Suger. Der Aufbau des Isocortex: – Sind der Isocortex der Suger und das Mesonidopallium der Vgel homolog? 10. Sinnesorgane: Die Reprsentation der Auenwelt im Gehirn Chemische Sinne (Schmecken und Riechen). Mechanische Sinne.Somatosensorik und Propriorezeption. Gleichgewichtssinn, Das Seitenliniensystem der Fische und Amphibien. Elektrorezeption. Infrarotsinn. Auditorisches System. Visuelle Wahrnehmung: – Das visuelle System der Wirbellosen. – Das visuelle System der Wirbeltiere. – Parallelverarbeitung im visuellen System der Wirbeltiere. 11. Wie intelligent sind Wirbeltiere? Kognitive Leistungen bei “Fischen”. Lernleistungen bei Amphibien. Kognitive Leistungen bei Vgeln und Sugetieren: – Werkzeuggebrauch und Werkzeugherstellung. – Imitation und Lernen durch Einsicht. – Vernnftiges Verhalten. – Soziale Intelligenz. Selbsterkennen im Spiegel. “Theorie des Geistes” und Wissenszuschreibung. Bewusstsein. Metakognition. Wie intelligent sind Delphine und Elefanten wirklich? 12. Die Gehirne der Wirbeltiere im Vergleich Krpergre und Gehirngre. Die Bedeutung der relativen Gehirngre. Der Encephalisationsindex. Das weitere Schicksal des Cortex. Die Effektivitt der corticalen Informationsverarbeitung. Die Modularisierung des Cortex. Besonderheiten im zellulren Aufbau des Cortex. Das Gehirn intelligenter Vgel. 13. Was treibt die Hirnevolution an? 14. Wie einzigartig ist der Mensch? Wie ist die Evolution des Menschen abgelaufen? Warum verlieen die Vorfahren des Menschen den Urwald? Mensch und Sprache: – Die Evolution der menschlichen Sprache. – Die Geschwindigkeit der Evolution der menschlichen Sprache. Zeigt der Mensch ein besonderes Sozialverhalten? 15. Evolution, Gehirn und Geist – eine Zusammenschau Wie ist die Evolution der Nervensysteme und Gehirne abgelaufen? Die Evolution kognitiv-geistiger Leistungen. Der Zusammenhang zwischen Gehirn und Geist. Mechanismen der Evolution von Gehirn und kognitiver Leistungen. Was bedeutet dies alles fr das Geist-Gehirn-Problem? Ist Geist vielfach realisierbar?

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