Description
Durch neue Entwicklungen in der Experimentalpsychologie, Neurobiologie und Wissenschaftstheorie wurden Methoden und Ergebnisse bereitgestellt, die es erlauben, wesentliche Aspekte dessen, was gewohnlich als bewufit. unbe wufit oder als das Bewuj1tsein bezeichnet wird, unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten. Die Probleme, die sich dabei stellen, sind so wohl experimentalpsychologischer als auch neurobiologischer und wissen schaftstheoretischer Art. Bereits die Frage nach der Adaquatheit naturwissen schaftlicher Methoden zur Untersuchung von BewuBtsein ist eine wissen schaftstheoretische Frage. Da sie von grundlegender Bedeutung ist, wUJ:”de sie der Behandlung experimentalpsychologischer und neurobiologischer Aspekte vorangestellt. Die sich anschlieBende Diskussion behavioristischer und kogni tiver Standpunkte dient der Darstellung der Problematik einer naturwissen schaftlichen Rekonstruktion von Begriffen wie bewufit. unbewufit. das Bewufit sein. Die Rekonstruktion der wichtigsten Begriffe erfolgt auf der Grundlage neuer Ergebnisse der Experimentalpsychologie und formalen Logik. Dabei spielt die visuelle Reizverarbeitung eine zentrale Rolle, da hier die Moglichkeit der Erforschung bewu13ter und unbewu13ter Vorgiinge in besonderem Ma13e gegeben ist. Die Erorterung neurobiologischer Aspekte des BewuBtseins wird sich deshalb auf neue Ergebnisse neurobiologischer Grundlagen bewufiten Sehens konzentrieren. Das Buch wendet sich nicht nur an Psychologen und Neurobiologen, son dern ist fOr Leser aller Fachrichtungen konzipiert. 1. Der wissenschaftstheoretische Hintergrund.- 1.1 Die Bedeutung einer wissenschaftlichen Rekonstruktion des Bewutseinsbegriffs.- 1.2 Die Metaphysik von Popper und Eccles.- 1.3 Von umgangssprachlichen zu naturwissenschaftlichen Begriffen.- 2. Rezepte des Behaviorismus.- 2.1 Wittgensteins Privatsprache.- 2.2 Ryles Gespenster.- 2.3 Carnaps logischer Behaviorismus.- 2.4 Watsons und Skinners psychologischer Behaviorismus.- 3. Der Bewutseinsbegriff in nichtbehavioristischen Psychologien.- 3.1 Bewutsein, Hypnose und Schmerz.- 3.2 Bewutsein, Aufmerksamkeit, Gedchtnis.- 3.3 “Wahrnehmungen” unterhalb der “Bewutseinsschwelle”.- 3.4 Sehfunktionen im perimetrisch “blinden” Gesichtsfeld.- 4. Das Bewute als naturwissenschaftliche Gre.- 4.1 Experimente 1. und 2. Ordnung.- 4.2 Selbsteinschtzung und Entscheidungskriterien.- 4.3 Dispositionen.- 4.4 Private Ereignisse.- 4.5 Experimente 3. Ordnung.- 4.6 Verallgemeinerung des Verfahrens.- 4.7 Bewute Zustnde als Abstraktionen.- 4.8 Bewute Zustnde und Entscheidungskriterien.- 4.9 Ein Anwendungsbeispiel.- 4.10 Konsequenzen fr die psychologische Theorienbildung.- 4.11 Erklren und Verstehen von Verhalten.- 5. Neurobiologische Grundlagen bewuter Zustnde.- 5.1 Allgemeine Funktionsprinzipien neuronaler Netzwerke.- 5.2 Einige Grundbegriffe der Neuroanatomie.- 5.3 Die wichtigsten anatomischen Verbindungen im Sehsystem.- 5.4 Elektrophysiologische Eigenschaften von Zellen der Retina, des Corpus geniculatum laterale und des Cortex.- 5.5 Die anatomische Struktur des visuellen Cortex.- 5.6 Die mgliche Bedeutung des Hirnstamms fr das Sehen.- 5.7 Bewutes Sehen, eine Funktion des Cortex?.- 5.8 Hemisphrenspezialisation und Bewutsein.- 6 Eine unphilosophische Schlubemerkung.- 7 Literatur.- 8 Quellen verzeichnis der Abbildungen.- 9 Namensverzeichnis.- 10 Sachverzeichnis.




