Description
Vor 15 Jahren war der Erstautor dieser Zeilen als Assistenzarzt Chronist der ersten in Deutschland durchgefhrten Mammarekonstruktionen. Aufwendige Verfahren mit Rollstielplastiken aus dem Unterbauch fhr ten nach multiplen Eingriffen zu ersten Erfolgen. Die von den Frauen akzeptierten Belastungen lehrten uns den Leidensdruck der Betroffenen zu wgen und die Bedeutung verstmmelnder Eingriffe auf die Psyche der Frau einzuschtzen. In diesen 15 Jahren hat sich vieles verndert. Die operativen Verfah ren wurden standardisiert, die Angst um das Lokalrezidiv gebannt und der Zeitpunkt der Rekonstruktion neu definiert. 1981 wurden in den USA bei 20000 Frauen Rekonstruktionen vorgenommen, 1984 waren es bereits 98 000. Verlliche Zahlen aus dem deutschen Sprachraum liegen nicht vor, aber die Tendenz ist hnlich. Anfnglich wurden nur frhe Tumorstadien mit guter Prognose nach 1-2 Jahren Wartezeit operiert. Heute wei man, da die Mamma rekonstruktion bei korrekter Technik kein Lokalrezidiv verschleiert. Zu nehmend rckt die Sofortrekonstruktion bei der Ablatio in den Vorder grund. Im Extrem kann sogar eine Patientin mit vorliegender Metasta sierung direkt mit einer Rekonstruktion versorgt werden, um ihr fr die letzten verbleibenden Monate oder Jahre eine bessere Lebensqualitt anzubieten. Sehr fortgeschrittene Primrtumoren und das inflammato rische Mammakarzinom sind einzige Ausschlukriterien. Beim Vergleich zwischen “mastektomierten” und “rekonstruierten” Frauen findet man eine deutlich verringerte Morbiditt bei den letzteren. Einfhrung.- Mammarekonstruktion durch Gewebeexpansion.- Ist der Brustwiederaufbau mit dem Gewebeexpander eine Konkurrenzmethode zur Oberbauchverschiebeplastik?.- Der Latissimus-dorsi-Insellappen zur Rekonstruktion nach Ablatio mammae.- Die Anatomie des M. rectus abdominis in bezug auf den TRAM-Flap.- Zur Wertigkeit des transversalen Rectus-abdominis-Muskellappens.- Die Rolle des freien TRAM-Lappens in der Brustrekonstruktion.- Brustrekonstruktion mit dem freien myokutanen Glutallappen.- Die Reduktionsplastik der Gegenseite.- Mamillenrekonstruktion.- Die Versorgung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms, des Lokalrezidivs und des Strahlenschadens.- Der Patient in der postoperativen Phase: Psychosoziale Manahmen als Anregung zum Neubeginn, dargestellt am Beispiel mammakarzinomkranker Frauen in der Klinik.- Fazit.




